Spätestens mit der Einführung des Münzgeldes als Zahlungsmittel wurde es notwendig einen Ort zu haben, an dem das Bargeld sicher aufbewahrt werden konnte. Handelt es sich anfänglich um ein beliebiges Behältnis aus Ton, bevorzugten viele Sparer*innen die Spardose in Form eines Schweins. Das Borstenvieh galt als Symbol für Wohlstand und Glück. In allen möglichen Größen und Ausformungen und aus verschiedenen Materialien wurde das Sparschwein zum Sinnbild des Sparens. Nachdem Spar- und Darlehenskassen Schweine und andere Tiere zu Werbezwecken nutzten, hat es ein rotes Schwein in Ludwigsburg sogar in das Guinnessbuch der Rekorde geschafft. Das Seminar wirft einen Blick auf die Kulturgeschichte des Sparschweins.
Susanne Roller ist Historikerin, Politologin und Germanistin.