Der Surrealismus endete nicht mit den 1930er Jahren. Seine Ideen wirken bis in die Gegenwart weiter. Traum, Verwandlung und das Spiel mit Wirklichkeiten prägen auch viele zeitgenössische Positionen. Der Vortrag verfolgt diese Entwicklungslinien und zeigt, wie surrealistische Denkweisen neue künstlerische Freiräume eröffneten. Dabei wird der Surrealismus weniger als abgeschlossene Epoche verstanden, sondern als offene Denkbewegung. Von historischen Werken bis zur Gegenwart wird sichtbar, wie Künstler*innen weiterhin mit Fantasie, Irritation und poetischer Freiheit arbeiten.
Dr. Julia Wuggenig ist Kunsthistorikerin und Museumspädagogin. Sie macht unter anderem regelmäßig Führungen in der Kunsthalle Mannheim.