Philosophie der Migration

Was ist der Mensch, wenn er kein Staatsbürger ist?
„Die Flüchtlingskrise zwingt zu gedanklicher Klarheit, die nur zu haben ist, wenn man sich von lieb gewonnenen Dogmen verabschiedet.“ J. Nida-Rümelin (München) und Donatella di Cesare (Rom) zeigen in: „Über Grenzen denken. Eine Ethik der Migration“ und „Philosophie der Migration“ neue Wege auf, über Migration zu reden. Die politische Praxis und der öffentliche Diskurs befinden sich ganz offenkundig in einer Orientierungskrise, die sich zu einer Gefährdung der liberalen Demokratie auswachsen kann, wie die Wahlerfolge rechtspopulistischer Kräfte belegen (Nida-Rümelin).

Philosophische Begriffsklärung ist gefordert, wenn Ethik und Realpolitik als Gegensätze verstanden werden. Wenn Migranten Staaten zu Durchgangsländern machen (wie Mexiko auf dem Weg in die USA oder Polen auf dem Weg nach Deutschland), verändert dies auch den Begriff des ‚Staates‘. Di Cesare nimmt die Herausforderung an, die von der Migration für jegliches Verständnis von Gemeinschaft ausgeht: Sie spricht sich für eine Politik der Gastfreundschaft aus und umreißt einen neuen Sinn des Zusammenwohnens in unserer globalisierten Welt.

Dr. Reinhard Nowak studierte Philosophie, Germanistik, Anglistik und Linguistik.



2 Vormittage, 23.05.2022, 30.05.2022
Montag, wöchentlich, 09:30 - 12:00 Uhr
2 Termin(e)
Dr. Reinhard Nowak
2211106 
Kursgebühr:
26,00

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 (Plätze frei)

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Di 21.06.22
09:30– 12:00 Uhr
Ludwigsburg