Im Deutungsstreit: Bürgerkrieg, Diktatur und Demokratie in Spanien


Seit Jahren schon wird in Spanien, vor allem unter den Historikern, aber auch in der öffentlichen Meinung, heftig über die letzten hundert Jahre gestritten. Dabei gehen die Meinungen je nach ideologischer Position des Betrachters und entsprechend der zeitlichen Distanz zum Geschehen weit auseinander. Ging es im Bürgerkrieg 1936-1939 um die Errichtung einer faschistischen Diktatur oder einer kommunistischen Gewaltherrschaft? War die franquistische Herrschaft (1939-1975) ein autoritäres Modernisierungsregime oder eine brutale Terrorherrschaft? Ermöglichte die Transition (1975 - ca. 1982) den friedlichen Aufbau einer westlich-parlamentarischen Demokratie oder diente sie vor allem der Kontinuität der reaktionären franquistischen Strukturen? Bis heute gehen die Meinungen weit auseinander, von einem Konsens sind die Spanier weit entfernt.
Im Vortrag werden verschiedene "Neuvermessungen" der neueren spanischen Geschichte vorgestellt und die unterschiedlichen Deutungen im Hinblick auf das Zusammenleben der Spanier diskutiert.

Prof. Dr. Bernecker forscht und publiziert seit vielen Jahren über Lateinamerika und Spanien. Über anderthalb Jahrzehnte lang war er Vorsitzender des Deutschen Spanischlehrerverbandes.



1 Abend, 16.10.2019
Mittwoch, 19:00 - 21:00 Uhr
1 Termin(e)
Prof. Dr. Walther L. Bernecker
1921008
Kulturzentrum, Wilhelmstraße 9/1, 71638 Ludwigsburg, kleiner Saal, Hochparterre
Abendkasse:
8,00
(5,00 € für Schüler/Schülerinnen)