Der Isenheimer Altar


Der 1512–16 für die Kirche des Augustinerklosters im elsässischen Isenheim geschaffene Altar gehört zu den eindrucksvollsten Schöpfungen der europäischen Kunstgeschichte. Die Gemälde des gewaltigen Polyptychons weisen eine einzigartige motivische und stilistische Vielfalt auf. Kaum ein anderes Werk zeigt ein solch breites Ausdruckspektrum zwischen kontemplativer Ruhe und höchster Dramatik, zwischen Innerlichkeit und Expressivität. Über die Identität des Malers lässt sich nach heutigem Forschungsstand nur sagen, dass er nicht ‚Matthias Grünewald‘ hieß.
Der Vortrag begibt sich auf die Spuren der Auftrags- und Entstehungsgeschichte des Isenheimer Altars. Dessen Bildwelt wird vor dem Hintergrund des theologischen Programms in ihrem motivischen Erfindungsreichtum entfaltet. Ausgehend vom höchst individuellen Stil des Malers betrachten wir weitere diesem zugeschriebene Werke. Abschließend soll der Versuch unternommen werden, dessen Identität aus den teils widersprüchlichen Quellen herauszuarbeiten. Einem bekannten Werk sollen viele unbekannte Aspekte abgerungen werden.
 

Markus Golser studierte Kunstgeschichte, Klassische Archäologie sowie Christliche Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte an den Universitäten Würzburg und Mainz.




1 Abend, 18.01.2022
1 Termin(e)
Markus Golser
2121031 
Kulturzentrum, Wilhelmstraße 9/1, 71638 Ludwigsburg, Raum 308, 3. OG
Kursgebühr:
13,00

Belegung: 
 (Kurs ist belegt, Anmeldung auf Warteliste möglich.)

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