Filmgespräch

Tupac Amaru - Algo está cambiando


Spanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Argentinien 2011
Regie: Federico Palumbo / Magalí Buj   

Túpac Amaru ist ein symbolkräftiger Begriff. Er stammt vom letzten Inka-Herrscher, der vor seiner Enthauptung in Cuzco seine Rückkehr angekündigt hatte. Sein Name ist seit damals Programm. Er steht für indigene Gemeinschaften, die ihre Werte leben und gegebenenfalls aktiv verteidigen: Túpac Amaru II, Widerstands- und Guerillabewegungen bezogen sich auf ihn und zuletzt auch eine Gruppe um die charismatische Aktivistin Milagro Sala. Ihre Bewegung baut ganze Städte, mit Schulen, Bibliotheken, Krankenhäusern, Schwimmbädern, verwaltet sich nach indigenen Prinzipien und betreibt nachhaltige Landwirtschaft nach alten Prinzipien und mit modernen Methoden. Milagro ist eng befreundet mit zwei anderen berühmten Argentiniern, Papst Franziskus und Cristina Kirchner. Ihre Gemeinschaften finden Nachahmer in ganz Lateinamerika. Sie sind zum Symbol einer indigenen Renaissance, der Rückkehr der „nación clandestina“ auf der politischen Bühne geworden. Seit dem Rechtsruck in Argentinien wird Milagro mit allen juristischen Mitteln verfolgt. Rechtsstaatliche Prinzipien wie die Gewaltenteilung und die Unschuldsvermutung werden systematisch verletzt. Die Maske mit ihrem Konterfei ist zur Ikone geworden: Wir alle sind Milagro!

In Kooperation mit:  Fair Trade Agenda Gruppe Ludwigsburg; Kommunale Koordinierungsstelle für Entwicklungszusammenarbeit; Circulo Chileno Los Mapuches e. V.; Referat Nachhaltige Stadtentwicklung; ver.di Ortsverein Ludwigsburg



1 Abend, 21.01.2020
Dienstag, 19:00 - 22:00 Uhr
1 Termin(e)
1921816
Kulturzentrum, Wilhelmstraße 9/1, 71638 Ludwigsburg, kleiner Saal, Hochparterre
Kursgebühr:
6,00
(nur Abendkasse)