Was ist britisch? Vortrag und Diskussion am 21. November

Die britische Politik und Öffentlichkeit stellt die Frage nach einer „britischen Identität“ nicht erst seit dem Brexit-Referendum. Spätestens seit den 1990er Jahren haben Politiker, Akademiker und Journalisten öffentlich über ein Verständnis von britischer nationaler Identität, kurz „Britishness“, diskutiert. Bands wie Oasis, Blur und die Spice Girls kleideten sich in ein betont britisches Gewand, während im Parlament in Westminster über die Einführung eines offiziellen „Britishness Day“ diskutiert wurde. Dahinter stand jedoch die Auseinandersetzung mit grundlegenden Problemen, mit denen die britische Gesellschaft in dieser Zeit konfrontiert war, beispielsweise der Umgang mit Multikulturalismus angesichts des 11. Septembers, der Globalisierung oder die gerechte Form des Regierens in einem Staat, der aus unterschiedlichen Nationen besteht. Auch wenn die Debatte um „Britishness“ vorerst abgeebbt scheint, haben diese Fragen doch weiterhin großen Einfluss auf die britische Politik – und auch auf die Entwicklungen in der Europäischen Union.


Dr. Almuth Ebke ist akademische Mitarbeiterin an der Universität Mannheim am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte.


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